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Das Ansehen der Kalligraphie ist in der Kulturgeschichte überall dort gegeben, wo das Abschreiben heiliger Texte selbst als sakraler Vorgang eingestuft wird: So etwa traditionell im Christentum bei der Kopie der Bibel oder im Islam, wo die Basmala die häufigste kalligraphische Form ist. Wichtiger als die Lesbarkeit ist dabei die Erzielung perfekter ästhetischer Ausgewogenheit und das Sichtbarmachen von Emotionen.

 

Die arabische Kalligraphie ist ein Aspekt der islamischen Kunst, der sich aus der arabischen Schrift in engem Zusammenhang mit dem Islam entwickelt hat. Sie ist, bedingt durch das Bilderverbot im Islam, die traditionelle bildende Kunst in der islamischen Welt. Mit der eckigen Kufi- und der kursiven Naskh-Schrift entwickelten sich schon früh zwei Stilarten.

 

Die arabische Schrift hat im Laufe der Zeit je nach Funktion und Zweck unterschiedlich schöne Blüten getrieben. Ein paar davon sollen an dieser Stellen vorgestellt werden:

 

Naskh ist der Name einer der ältesten Schrifttypen. Er entstand um das 10. Jahrhundert n.Chr. Da diese Schrift besonders gut zu lesen ist, hat sie sich bis heute sehr gut durchgesetzt. So wird sie in vielen Publikationen als Standardschrift gewählt und wird auch im Schreiben des Korans von den meisten Kalligraphen benutzt.

 

Thuluth entstand im 7. Jahrhundert und entwickelte sich als beliebte Schrift für ornamentale Inschriften, Überschriften etc. 

 

Kufi ist die älteste Schriftart, die stark geometrische Züge aufweist, sich aber als sehr anpassungsfähig erwiesen hat, so dass sich dieser Schrifttyp auf nahezu jedem Material in nahezu jeder Größe verwenden ließ. Aus diesem Grund gibt es von diesem Schrifttyp sehr unterschiedliche Stile.

 

Diwani nennt man einen Schrifttyp, der im osmanischen Reich des 15. Jahrhunderts entwickelt wurde zum Zwecke der Kalligraphie.

Maghribi ist eine elegante arabische Buchschriftart, welche ab dem 10. Jahrhundert im Maghreb (Nordwestafrika) sowie in al-Andalus (Iberische Halbinsel) verwendet wurde.